Polystyrol (Styropor) - Polystyrol Dämmung

Was ist Polystyrol?

Polystyrol (Kurzzeichen PS, gelegentlich auch Polystyren genannt) ist ein amorpher, transparenter Thermoplast. Es ist ein weit verbreiteter Kunststoff, der in vielen Bereichen des täglichen Lebens zum Einsatz kommt. Polystyrol wird entweder als thermoplastisch verarbeitbarer Werkstoff oder als Schaumstoff eingesetzt. Bekannte Handelsnamen für Polystyrol sind Lustron, Styropor, Styrodur, Styroflex und Sagex (letzterer in der Schweiz).

Geschäumtes Polystyrol

images_contPics_ratgeber_Styropor_in_Mikroskop_mit_Polfilter Geschäumtes Polystyrol hat im Vergleich zu festem Polystyrol eine geringere mechanische Festigkeit und Elastizität. Es ist weiß, undurchsichtig und hat eine sehr geringe Wärmeleitfähigkeit. Um große Mengen Schaumpolystyrol zu zersetzen, benötigt man nur wenig Aceton. Das Aceton setzt bei dem aufgeschäumten Stoff das eingeschlossene Treibgas wieder frei. Polystyrol kann z.B. mit Dichlormethan angelöst und nahezu Nahtlos verschweißt werden.

Herstellung von geschäumten Polystyrol

images_contPics_ratgeber_polystyrol_zuckerPolystyrol wird durch Polymerisation des Monomers Styrol gewonnen, welches außergewöhnliche Polymerisationseigenschaften aufweist. Der Rohstoff des Stypors sieht dem Zucker sehr ähnlich. Im Vorschäumer wird der Rohstoff, durch Dampf und laufendes rühren, zu größeren Kügelchen verarbeitet. Je länger man dieses macht desto mehr wirkt es sich auf das Endprodukt aus. Durch das längere bedampfen wird das Produkt leichter und weicher. Jetzt kommt das fast fertige Produkt in eine robuste Stahlform und wird durch tausende Dampfdrüsen so erhitzt das die Styroporkügelchen verkleben und eine bestimmte Form ergeben. Nach der Herstellung wird das Styropor zurechtgeschnitten. Polystyrol kann vollständig recycled werden und ist damit sehr Umweltfreundlich.

Weshalb Polystyrol nicht nur Dämmtechnisch ein Volltreffer ist

images_contPics_ratgeber_pvchartDie Biologischen, Hygienischen und Gesundheitlichen Aspekte sprechen deutlich für Polystyrol. Das Polystyrol ist vollständig Recyclebar und in der Herstellung sowie in der Verarbeitung Umweltfreundlich. Bei der Be- und Verarbeitung auf der Baustelle treten keine Gesundheitlichen Störungen auf, da keine Staubaufwirbelung oder ähnliches vorhanden ist.

Der Dämmstoff ist nicht Wasserlöslich und es besteht keine Gefahr der Beschmutzung des Grundwassers. Styropor wird nicht durch Mikroorganismen zersetzt und bietet damit auch nicht den erforderlichen Nährboden für die Entwicklung von Schimmelpilz und Bakterien.

Durch eine Styropordämmung verringern sie nicht nur wirksam Ihre Heizkosten, sondern auch der Energieverbrauch. Hiermit tragen sie einen großen Teil zur Verminderung des Treibhauseffekts bei.

Polystyrol und seine Geschichte

1937 synthetisierte Otto Bayer zusammen mit seinem Team in den Laboratorien der Bayer AG in Leverkusen zum ersten Mal Polyurethane. 1940 begann die industrielle Produktion durch die Bayer-Werke in Leverkusen. Aufgrund des Zweiten Weltkriegs und der damit verbundenen Knappheit an Rohstoffen entwickelte sich der Markt für Polyurethane jedoch zunächst nur sehr langsam. So waren 1952 weniger als 100 t pro Jahr des wichtigen Polyisocyanats Toluylendiisocyanat (TDI) verfügbar. Von 1952 bis 1954 wurden Polyester-Schaumstoffe entwickelt, wodurch das kommerzielle Interesse an Polyurethanen weiter gesteigert wurde. Mit dem Einsatz von Polyetherpolyolen wuchs die Bedeutung der Polyurethane rasch an. Die größeren Variationsmöglichkeiten bei der Herstellung von Polyetherpolyolen führten zu einer erheblichen Ausdehnung der Anwendungen. So wurden 1960 bereits über 45000 t an Schaumstoffen produziert.

Weitere technische Verbesserungen haben immer wieder neue Anwendungsfelder erschlossen. So ermöglichte die Einführung von Treibmitteln und der Einsatz von Diphenylmethan-4,4'-diisocyanat (MDI) die Herstellung von PUR-Hartschäumen. In den letzten Jahren wurde mit dem Verbot von FCKW-haltigen Treibmitteln eine Wende in der Herstellung dieser Hartschäume eingeleitet. In letzter Zeit werden daher verstärkt Pentane, Methylenchlorid oder reines Kohlendioxid als Treibmittel verwendet. Ihre hervorragende isolierende Wirkung wurde bis heute nicht übertroffen.